Ich werde im Folgenden eine
Leitstrategie vorstellen, die für alle Neueinsteiger in Legonomy
eine erste Hilfe und ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Start bilden soll. Dabei setze ich voraus, dass Ihr mit der Spielbedienung vertraut seid und euch schon die Grundkonzepte von Legonomy erarbeitet habt. Wenn dem nicht so sei, dann empfehle ich euch zuerst die
Kurzbeschreibung des Spielkonzeptes zu lesen und im Anschluß einen Blick in die
Allgemeine Einführung zu werfen.
In der Tabelle seht Ihr eine Übersicht, wann Ihr welche Aktionen durchzuführen habt (1. Spalte
SJ (Spieljahr)). Die Änderungen, die von euren Aktionen ausgehen, sind rot markiert und stehen beschrieben auch nochmal in der letzten Spalte.
H/F/W zeigt an, wieviele Tiere der jeweiligen Tierart zur Freisetzung zur Verfügung stehen. Ihr startet mit 30 Hasen im Repertoire und erhaltet im 48. SJ 30 Füchse. Die Spalten
Nahrung und
Wachstum zeigen euch im Idealfall die Nahrung und das Wachstum des Habitats im jeweiligen SJ an. So auch
Hase,
Fuchs und
Wolfe (intern wird mit Dezimalstellen gerechnet, darum habe ich in der Tabelle einmal die exakten Werte hingeschrieben, welche allerdings 'nach außen' sichtbar immer gerundet dargestellt werden).
Was in den groben Anweisungen der Leitstrategie nicht enthalten ist: Wenn Ihr freie Kapazitäten (Zeit, als auch Gottespunkte) habt, dann forscht z.B. oder baut euer Gottesreich aus!
| SJ |
H/F/W |
Nahrung |
Wachstum |
Hase |
Fuchs |
Wolf |
Anweisung für das jeweilige Spieljahr |
| 0. |
20/0/0 |
3000.00 |
20 |
10.00 |
0 |
0 |
10 Hasen freisetzen |
| 24. |
20/0/0 |
3302.88 |
20 |
145.98 |
0 |
0 |
rechtzeitig bis zum 48. SJ die Sterberate der Füchse auf 9% senken |
| 48. |
20/10/0 |
1945.85 |
80 |
1051.22 |
20.00 |
0 |
20 Füchse freisetzen / Wachstum auf 80 erhöhen |
| 72. |
20/10/0 |
1905.28 |
80 |
693.69 |
30.08 |
0 |
|
| 96. |
20/10/30 |
2148.43 |
80 |
731.80 |
33.91 |
0 |
keine Wölfe freisetzen, die würden nur sterben |
 |
Hier sehen Sie den Verlauf vom 48. Spieljahr (SJ) bis zum 168. SJ, also bis zu 5 Tage nach der Freisetzung der Füchse. Der oberste Graph zeigt den zeitlichen Verlauf der Nahrung, der orangene die Anzahl der Hasen und der grüne (ganz klein unten) den der Füchse. Dieses Diagramm ist natürlich idealisierend, da es weder äußerliche Einflüsse noch eigene Entscheidungen innerhalb dieses Zeitraumes beinhaltet (wie auch?). |
 |
Um den Eindruck entgegenzuwirken, dass die Füchse ja überhaupt nicht wachsen würden (wie es auf dem ersten Diagramm erscheinen könnte), sehen Sie links ein Bild vom gleichen Zeitraum, nur mit einer anderen Y-Achsen-Skalierung (90 an oberster Stelle). Erstaunlich ist vor allem der Sprung von 20 auf 30 Tiere innerhalb der ersten 24 Spieljahren nach Freisetzung der Füchse. Wenn man genauer hinschaut, resultiert dieses starke Wachstum allerdings daraus, dass die Hasen gerade am (lokalen) Maximum angekommen sind - mehr als 1051 Hasen werden unter gleichbleibenden Bedingungen niemals wieder erreicht werden. Passen Sie aber auf: Die Hasen sind die Hauptnahrungsquelle der Füchse! |
Warum muss das Wachstum auf 80 erhöht werden? Schließlich kostet es mich satte 80 GP pro Spieljahr!
Mit einem Wachstum von 60 statt 80 würden Ihre Füchse ihr Maximum mit 25 Tieren im 63. SJ erreichen und danach gnadenlos bis zum kompletten Aussterben schrumpfen.
Unterschätzt niemals das Wachstum - letztendlich lässt sich die ganze Entwicklung auf einem Habitat auf die Zufuhr von Nahrung bzw. auf das Wachstum zurückführen. Stark vereinfacht: Der Wolf kann nur existieren, wenn genügend Füchse leben - Der Fuchs seinerseits braucht genügend Hasen - die Hasen haben nur eine Chance darauf, sich zu vermehren: wenn genügend Nahrung vorhanden ist! Und woraus resultiert die Nahrung? Natürlich aus einem starken Habitatwachstum!
Wieso setze ich nur 10 Hasen und 20 Füchse frei, wo ich doch auch jeweils 30 freisetzen könnte?
Ob Sie ein Tier oder 30 Tiere freisetzen - das (relative) Wachstum selbst bleibt anfangs identisch! Interessanterweise erreichen Sie mit einer kleineren Startanzahl von Hasen ein höheres Maximum, welches aber auch erst später eintritt: Es bleibt mehr Zeit zum Wachstum des Habitats. Wenn Sie also anfangs wenig Hasen freisetzen, müssen Sie lange auf das Maximum und damit auf einen guten Zeitpunkt zum Freisetzen von Füchsen warten. Wenn Sie alle 30 Tiere auf einmal freisetzen würden, hätten Sie im 40. SJ das Maximum mit 911.79 Tieren und im 48. SJ nur noch 759.01 Hasen im Gegensatz zu den 1051.22 Hasen bei der Leitstrategie. Wenn Sie 10 Hasen freisetzen, erhalten Sie nach genau 48 Stunden Ihr Maximum und können genau dann die Füchse freilassen.
Der Unterschied, ob Sie 20 oder 30 Füchse freisetzen, ist nicht wirklich gravierend. In den ersten 24 Spieljahren nach Freisetzung wachsen 20 Füchse sogar auf 30.08 (+1,504%), während 30 Füchse "nur" auf 44,49 Tiere anwachsen (1,483%). Außerdem hat man dann noch 10 Tiere in Reserve, welche man später auf einem anderen Habitat freisetzen kann.
Was kann man an der Leitstrategie noch verbessern?
Gute Frage, bestimmt noch eine Menge.
Wie schon kurz oben erwähnt, sollte man nebenbei noch ordentlich forschen, wenn man die Kapazitäten dazu besitzt. Außerdem kann man mit dem Faktor Wachstum der Wiese (also über den Habitat-Beitrag) noch viel anstellen: Man könnte ihn vor der Freisetzung der Füchse noch weiter erhöhen, um noch mehr Hasen im 48. Spieljahr zu besitzen. Man könnte auch noch länger mit der Freisetzung der Füchse warten und anfangs weniger Hasen freisetzen. Letztendlich ist der Anfang nur bedingt entscheidend, wichtiger ist, dass man Erfahrung mit der Spielmechanik gelernt hat, ohne seine Starttiere, die zur Freisetzung bereit stehen, erfolglos aussterben zu lassen. Wer ersteinmal ein Habitat geschaffen hat, auf dem alle drei Tierarten über einen längeren Zeitraum existieren können, hat schon sehr viel gelernt.
Und wie gehts weiter? Bemerkungen zum weiteren Spielverlauf . . .
- Im 96. Spieljahr erhalten Sie 30 Wölfe zur Freisetzung. Ich rate Ihnen nur davon ab, Wölfe frühzeitig freizusetzen - sie würden alle langsam sterben. Schaffen Sie es erstmal hauptsächlich, Ihre Fuchspopulation auszubauen, was sich wiederum am Besten über das Wachstum steuern lässt. Erst wenn Sie meinen, ein überlebensfähiges Terrain für Wölfe bieten zu können, setzen Sie einen Wolf frei. Wenn er im nächsten Spieljahr noch lebt, haben Sie ein positives Wachstum (ein kleiner Trick, um dies ohne große Verluste zu überprüfen).
- Besorgen Sie sich einen vielfältigen Einblick in die Statistiken! Sie sind von unschätzbarem Wert ...
- Versuchen Sie auch, schnell erste Wildwanderungen zu unternehmen. Umso mehr Habitate Sie erkundschaftet haben, umso mehr können Sie auch mit den Populationen experimentieren und Erfahrungen sammeln. Außerdem schadet es auch nicht mehr so sehr, wenn es auf einem Habitat mal nicht so gut laufen sollte.
- Ohne Einflussnahme seitens der Spieler und ohne äußere Einflüsse (Katastrophen etc.) stellt sich auf jedem Habitat früher oder später (meist später :D) ein Gleichgewicht zwischen Nahrung und Anzahl der jeweiligen Tiere ein. Dieser kann auch darin bestehen, dass ein Bestand langsam aber sicher ausstirbt. Es gilt, diese Trends in Legonomy zu erkennen und gewisse Schwankungen (s. auch die Graphen oben) zu seinem Vorteil auszunutzen: z.B. könnte man am Maximum Tiere verkaufen oder auf Wildwanderungen schicken, bevor sie sowieso ohne Nutzen sterben... - Ohne Nutzen? Sie sollten mit jedem Eingriff in die Populationsdynamik vorsichtig sein, denn, wie wir schon oben gesehen haben: Wenn die Beute ihr (lokales) Maximum erreicht, erreicht auch das Wachstum der Räuber ihr (lokales) Maximum (klingt logisch ...) - jetzt ist nur die Frage: Was möchten Sie?
- Vergessen Sie nicht den rankingrelevanten Faktor: Maximierung Ihrer Tiere!
Viel Erfolg!
Sören Jentzsch / Admin